Bericht Projektwerkstatt – Konkrete Projekte zur Untersetzung der neuen Lokalen Entwicklungsstrategie

Bei der Projektwerkstatt für die neue Lokale Entwicklungsstrategie, mit der sich die LEADER-Region Landkreis Pfaffenhofen für die neue Förderperiode 2023 – 2027 bewerben will, wurde es jetzt ganz konkret. Über 12 Projekte wurden konkretisiert, mit denen die vier zukünftigen Entwicklungsziele untersetzt werden können, die bereits in vier vorangegangenen Online-Workshops und einer Strategiewerkstatt erarbeitet worden sind. Sobald die Anerkennung für die neue Förderperiode erfolgt ist, können die Vorschläge dann eventuell mithilfe des LEADER-Programms oder anderer Förderprogramme umgesetzt werden. Die Zwischenzeit will die Lokale Aktionsgruppe für Fachexkursionen in andere LEADER-Regionen nutzen.„Wir haben schon viele gute Ideen für gemeinsame Projekte“, freute sich Kerstin Schnapp, die Stellvertreterin des Landrats, und lobte das hohe Engagement der Teilnehmer.

Zum Ziel Klima- und Ressourcenschutz wurde ein moderner Lehrpfad „Leben am Wasser“ bei der Frechenmühle vorgeschlagen. Dieser will Bewusstsein für die Energiewende schaffen und an verschiedenen Stationen über das dortige Wasserkraftwerk und alternative Energien informieren. Ein weiteres Projekt will dafür sorgen, dass im Landkreis regionale torffreie Pflanzerde angeboten wird, die dann über die Friedhöfe der Gemeinden, die Gartenbauvereine oder -betriebe angeboten werden könnten. Damit wird der Torf geschont, der für den Klimaschutz wichtig ist. Aktuell laufen im Landkreis bereits Planungen zur Wiedervernässung von Mooren im Bereich der Nöttinger Viehweide und bei der Frechenmühle. Von den Stadtwerken wurde der Trinkwasserschutz eingebracht. Dazu will man ein nachhaltiges„Wasserschutzreservoir-Management“ initiieren. Außerdem wurde angesprochen, das Straßenbegleitgrün ökologisch aufzuwerten. Zur Verwertung des anfallenden Grüngutes soll das Konzept Bioreststoffe im Landkreis ausgeweitet werden.

Bei dem Ziel demografischer Wandel und Daseinsvorsorge geht es auch um die inklusive Lebensqualität für alle und die Teilhabe. Konkret wurde ein Aktionsplan Inklusion vorgeschlagen, mit dem der Bedarf für Barrierefreiheit in der Region erhoben und so die Chancen für die Umsetzung erhöht werden können. Auch die Senioren- und Behindertenbeauftragten in den Gemeinden sollen dabei eingebunden werden. Inklusion spielt auch bei dem Thema „Neue Wohnformen“ eine Rolle, das in Zukunft für die LEADER-Region wegen dem weiteren Zuwachs eine hohe Bedeutung hat. Ein Vorbild ist hier die Wohnungsbaugenossenschaft Raum Pfaffenhofen.

Um Teilhabe und die Nutzung der Chancen der Digitalisierung geht es beim Bürgernetz, für das eine Untersetzung in den einzelnen Gemeinden geplant ist. Hier können dann digitale „Nerds“ ältere Menschen oder Vereine beim Umgang mit dem Internet oder Social Media unterstützen. Auch konkrete Open-Data-Projekte oder Wettbewerbe sind über diese Struktur möglich. Gebraucht wird aber Technik und Zubehör. Speziell zu Begegnungs- und Freiräumen, die für den sozialen Zusammenhalt wichtig sind, ist ein Begegnungsstrand für Jugendliche in der Stadt Pfaffenhofen geplant.

Zur Förderung der regionalen Wertschöpfung soll der Bereich der bio-regionalen Gemeinschaftsverpflegung ausgebaut werden. Eine Marktanalyse bzw. Machbarkeitsstudie könnte erarbeiten, wie damit der Absatz der 60 Erzeuger in der Region erhöht werden kann. In diesem Bereich ist das Klimaschutzmanagent bereits aktiv und man kann auf die Erfahrungen der Ökomodellregionen zurückgreifen. Dazu gibt es auch Beratungshilfe in den Landwirtschaftsämtern.

Neue Ideen gibt es für den Freizeit- und Tourismusbereich, die von der Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt angestoßen werden und die auch der Fachkräftegewinnung dienen. Für die Freizeit wurde die Ausarbeitung von Mikroabenteuern notiert. Das sind kleine Outdoor-Erlebnisse vor der Haustür, zu dem jüngst ein tolles Buch erschienen ist.

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